Er musste 5 Nächte ohne Schlaf verbringen, dazu noch die unerbittliche Sonne und die Eiseskälte bei Nacht aushalten.

Hinzu kam eine unbeständige, unsichere, komplexe und unklare Situation, in der er sich wiederfand.

Der Mann wurde zu körperlichen und psychologischen Grenzleistungen gebracht und hatte keine Möglichkeit, sich irgendwo zu verstecken.

Die einzige Entscheidung, die ihm übrig blieb war, ob er auf sein Team zuging und mit ihm zusammenarbeitete oder ob er sich in sich selbst zurück zog.

Es handelte sich hierbei nicht um die schwierige Aufnahmeprozedur der Navy-Seals, obwohl sehr ähnlich, sondern um einen besonderen Einstellungstest von Google für ihren ersten CEO Eric Schmidt.

Der Ort an dem er geprüft wurde war im “Black Rock Desert” von Nevada bei dem alljährlichen Event “Burning Man“.

Für die unterschiedlichsten Firmen von Silicon Valley gehört die Teilnahme an diesem Event mittlerweile zu einem wichtigen Kriterium auf dem Lebenslauf von Bewerbern.

Denn dieses psychedelische Event bringt Menschen unter erschwerten Bedingungen dazu, im Team zusammen zu arbeiten und in den meisten Fällen stellt sich bei dieser Team-Arbeit der “Flow-Zustand” ein.

Was es mit diesem Event auf sich hat und wie immer mehr Profis und Unternehmer höhere Bewusstseinszustände für Top-Leistungen einsetzen, erfährst du in meinem heutigen Artikel.

 

Was ist eigentlich der Flow-Zustand des höheren Bewusstseins und was geschieht dabei?

Flow wird meist als ein höherer Bewusstseinszustand beschrieben, bei dem wir uns besonders gut fühlen und Höchstleistungen bringen können.

Hinzu kommt dabei, dass die Konzentration so stark fokussiert ist, dass wir alles sonstige (inklusive das eigene Ich-Bewusstsein) dabei vergessen.

Die Handlung und Wahrnehmung verschmelzen miteinander.

Die Zeit steht still bzw. das Gefühl für lineare Zeit ist nicht mehr vorhanden.

Mehrere Stunden können in wenigen Minuten verfliegen.

In diesem Bereich kannst du unbeschwert absolute Höchstleistungen vollbringen.

Es gibt hierzu noch keine einheitlichen Studien, die man wissenschaftlich nennen dürfte.

Aus diesem Grund bewegen wir uns heute ein wenig im wissenschaftlichen Grenzbereich.

In diesem Grenzbereich findet sich noch überwiegend anekdotische Evidenz und einige wenige wissenschaftliche Studien mit wenig Konsens unter den Forschern.

Zahlreiche Teilnehmer am Flow Genome Project konnten hierzu bisher zahlreiche anektodische Beweise beisteuern, darunter Unternehmer, Wissenschaftler und Autoren.

Sie berichteten, dass sie im Flow um 700 Prozent kreativer wären.

Zum Vergleich kann noch eine Studie von McKinsey herangezogen werden, in der Manager im “Flow-Zustand” um 500 Prozent produktiver waren.

Professorin Teresa Amabile entdeckte, dass Menschen im Flow nicht nur kreativer sind, sondern selbst einen Tag noch nach dem “Flow-Tag” auf erhöhte Kreativität zurückgreifen konnten.

Aus diesem Grund liegt die Vermutung nahe, dass man auch langfristig von den positiven Effekten des Flow-Zustands profitieren kann.

Wenn auch noch mit großen Herausforderungen, lässt sich das im Gehirn über die Frequenz der Gehirnwellen messen.

Während im normalen Wachzustand schnelle Beta-Wellen überwiegen, wechseln sie im Flow-Zustand zu den langsameren Alpha und Theta-Wellen.

Alpha-Wellen stehen im Zusammenhang mit dem Tagträumen. Theta-Wellen tauchen während REM-Schlafphasen oder kurz vor dem Einschlafen auf.

Genau in diesen Momenten lassen sich unterschiedliche Ideen besonders effektiv kombinieren.

Genau diese Kombinationsgabe wird bei der kreativen Problemlösung benötigt, wo es besonders bei innovativen Unternehmen wie in Sillicon Valley einen großen Bedarf gibt, aber ebenso auch bei allen anderen Menschen, die “Out-Of-TheBox” ein hartnäckiges Problem lösen möchten.

Eine Veränderung der Gehirnwellen im “Flow” ist nur ein Aspekt des gleichen. Ein anderer ist die vorübergehende Deaktivierung des präfrontalen Kortex (der Ort mit dem wir tatsächlich komplexere Denkaufgaben lösen), der für die Schaffung “Ich”-Gefühls zuständig ist.

Hierin liegt zumindest aus physiologischer Sicht die Erklärung dafür, warum sich das “Ich-Gefühl” im Flow auflöst.

Das bringt besondere Vorteile für die Kreativität mit sich, da dieser Teil des Hirns auch gleichzeitig der innere Kritiker und Zweifler für alle möglichen Dinge ist.

Dieser wird mitunter auch als der innere “Woody Allan” oder traditionell im spirituellen Bereich als “Äffchen” oder “Gedanken-Affe” bezeichnet, der von Kuchen backen auf Arschbacken kommt.

Das ist etwas, das man beim kreativen Brainstorming nicht gebrauchen kann.

Zudem sorgt die Deaktivierung dafür, dass wir mutiger sind und uns ganz andere Möglichkeiten und Perspektiven vorstellen können.

Auch neurochemisch geschehen während des Flows interessante Dinge. Auch hier hat die Forschung noch keinen hundertprozentigen Konsens erreicht.

Selbst das Messen des Flows per EEG (Elektroenzephalografie) stellt bereits eine große Herausforderung dar.

Zurück zu den Stoffen: Wo es unter vielen anderen Aspekten noch keinen Konsens bei den Forschern gibt, ist, in welcher Reihenfolge die unterschiedlichen Stoffe vom Körper während das Flows ausgeschüttet werden.

Wenn du tiefer in diese Diskussion einsteigen möchtest, kann ich dir das Buch “Satisfaction: The Science of Finding True Fulfillment” empfehlen.

Grundsätzlich ist bekannt, dass größere Mengen an Dopamin, Endorphinen, Noradrenaline, Anandamide (körpereigenes Cannabinoid) und Serotonin im “Flow” ausgeschüttet werden.

Sie alle sind leistungssteigernd und haben einen großen Einfluss auf die Kreativität.

Noradrenalin und Dopamin verstärken deinen Fokus, deine Vorstellungskraft und helfen dir dabei, eine größere Menge an Informationen aufzunehmen.

Zudem erhöhen sie die Fähigkeit, Muster zu erkennen und Ideen in einer neuen Art und Weise miteinander zu verbinden.

Die Andamide verbessern das Querdenken. Alles in allem ist das ein idealer körpereigener Chemie-Cocktail, der uns dabei hilft, Probleme besonders kreativ anzugehen.

 

 

Die Wichtigkeit des “Flow-Zustands” bei militärischen Elite-Einheiten und anderen Berufsgruppen mit viel Teamarbeit

Das Problem mit dem normalen Bewusstseinszustand ist, dass das Hirn darin nur eine begrenzte Menge an Informationen verarbeiten kann.

Das Unterbewusstsein ist dabei deutlich effektiver.

Wie weiter oben bereits beschrieben, kann nicht ohne Grund im “Flow” die Kreativität ungehindert fließen.

Das normale Bewusstsein nimmt sich dabei zurück und das Unterbewusstsein übernimmt.

Die bereits angesprochenen körpereigenen “Flow-Stoffe” verbessern aber nicht nur die Kreativität, sondern sie tun auch noch eine ganze Menge andere Dinge, wie den Fokus erhöhen, Muskelreaktionszeiten verringern und die bereits angesprochene schnellere Mustererkennung.

Genau diese Fähigkeit ist bei Elite-Militäreinheiten wie den Navy Seals besonders wichtig.

Wenn sie in feindliches Gebiet vordringen, können in diesem Zustand Informationen, die über Leben und Tod entscheiden wie zum Beispiel zur Umgebung besonders schnell verarbeitet werden.

Zur schnellen Mustererkennung gehört hierzu, das schnelle Erkennen von unterschiedlichen Gefahrentypen wie wer entwaffnet werden muss, welche Zivilisten aus dem Schussfeld müssen und wann geschossen und vor allem wann nicht geschossen werden sollte.

Diese kleinen Teams wie bei den Seals sind derart gut trainiert, dass die Gruppe in sich eine Einheit bildet und durch den Flow-Zustand als einheitlicher Organismus ohne “Individuen” agiert.

Die Hierarchie ist dabei flexibel und wechselt ebenfalls dynamisch “intuitiv” im Flow. Mal führt der eine die Gruppe, mal der andere.

Die Seals sind dafür ein Extrembeispiel und nicht jeder muss erst zu den Navy-Seals oder zum KSK, um in den Gruppen-Flow zu kommen.

Auch wenn besonders riskante Situationen in der Nähe des Todes besonders für Flow-Zustände prädestiniert sind, können diese auch in weniger lebensgefährlichen Umgebungen erreicht werden, und zwar beim Singen.

Diese Studie (noch nicht ausreichend statistisch repräsentativ) zeigt, dass “Flow” oder hier “Sozialer Flow” auch beim gemeinsamen Singen in einer Gruppe wie in einem Chor oder im spirituellen Bereich beim Mantra-Singen/ Chanten entstehen kann.

Die Studie wurde mit einer Jazz-Ensemble Gruppe durchgeführt.

 

Fazit

Der Flow-Zustand ist einer von vielen Zuständen des höheren Bewusstseins und ein “Booster” und entspannt produktiver zu werden.

Der Flow-Zustand schafft einen idealen körpereigenen Chemie-Cocktail, der uns dabei hilft, Probleme besonders kreativ anzugehen und Höchstleistungen in unterschiedlichen Bereichen zu bringen.

Das normale Bewusstsein nimmt sich dabei zurück und das Unterbewusstsein mit ultimativer “Hochgeschwindigkeits-Breitbandanbindung” übernimmt.

Ich bin neugierig: In welchen Situationen warst du schon im “Flow”?

E-Guide – “Ursachen von Stress in wenigen Minuten beseitigen”

Den meisten sind die wahren Ursachen von Stress unbekannt.

Es sind verdrängte und unterdrückte negative Emotionen.

Sie stellen besondere Hindernisse für den Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen und damit entspannter Produktivität dar.

In diesem kurzen und knackigen E-Guide (inklusive) Video-Anleitung lernst du eine Jahrhunderte alte Technik, mit der du negative Emotionen in nur wenigen Minuten in den Griff bekommst.

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