Können negative Glaubenssätze ein Risiko für dich als ortsunabhängigen Unternehmer darstellen und deine Biologie beeinflussen?

Nach diesem Artikel mit einigen Beispielen an negativer Glaubenssätze wirst du diese Frage mit hoher Wahrscheinlichkeit mit “ja” beantworten können.

Du erfährst heute, wie stark deine Psyche bzw. dein Unterbewusstsein mit deiner Biologie über Glaubenssätze verwoben ist, welche Gefahren das letztendlich auch für dein Business mit sich bringt und eine Methode wie du dich von ihnen befreien kannst.

 

Die Biochemie des Glaubens – Wie entstehen Glaubenssätze?

 

 

Glaubenssätze entstehen dort, wo wir etwas hören und immer wieder von anderen hören, seit wir Kinder und sogar noch davor (im Bauch der Mutter) waren.

Gespeist werden sie von der Umgebung, Ereignissen, vergangenen Erfahrungen, Visualisierungen und Wissen.

Einer meiner Lieblingsbiologen Dr. Lipton beschreibt in dem Video (unten, dass sich das Gehirn des Menschen in den ersten 6 Lebensjahren in einem hypnotischen Dauerzustand befindet.

Die EEG-Wellen eines Kindes bis 6 Jahren erreichen nicht einmal den Bereich, der bei Erwachsenen als bewusst eingestuft werden kann.

Sie befinden sich im Teta-Wellen Bereich. Das entspricht 4-8 Herz und entspricht einer hypnotischen Trance.

Das Kind in diesem Altersbereich saugt alles aus der Umgebung wie einen Schwamm auf.

So formen sich die unbewussten Überzeugungen und Glaubenssätze, die in diesen Lebensjahren überwiegend von den Eltern kommen, sofern das Kind nicht schon ganz früh beim “Staat” oder der “Religion” (siehe der Kommentar zu den Jesuiten in dem Video) landet.

Dieser Trance-Zustand oder erweiterte Bewusstseinszustand des Kindes ist ein Problem, da es seiner wie auch immer gearteten Umgebung ausgeliefert ist, aber auch gleichzeitig der Schlüssel zur Reprogrammierung, wie du später in diesem Artikel lesen können wirst.

Das Interview mit Dr. Lipton:

 

 

Glaubenssätze sind sowohl geistige als auch mit bewussten und unbewussten Emotionen verflochtene Zustände.

Du weißt was ich meine, wenn du einmal versuchst einem 9 x 5 Job “Gläubigen” zu erklären, dass du ortsunabhängiger Unternehmer bist.

Das funktioniert selbstverständlich auch mit allen anderen Dingen, die das Glaubenssystem deine Gegenübers herausfordern.

Wenn du seine Reaktion genauer beobachtest, wirst du eine gewisse Anspannung oder sogar Aggressivität wahrnehmen können.

Diese rührt oftmals daher, dass sein Glaubenssystem dabei bedroht wird.

Was nicht seinem “Filter” entspricht, wird als Bedrohung wahrgenommen.

Unterschiedliche Studien haben wiederholt gezeigt, dass sich das emotionale Gehirn nicht länger auf den Hippocampus (Reptilienhirn), die Amygdala und den Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns) beschränken.

Die Reize aus unserer Umgebung, die sich über mehrere Synapsen hinweg bewegen und am Ende den Bereich zur weiteren Verarbeitung wie zum Beispiel den Frontallappen erreichen, werden einem Filterprozess unterzogen.

An dieser Stelle dringen die Reize in unsere bewusste Wahrnehmung ein.

Welcher Teil davon durchkommt, wird von unseren im Unterbewusstsein sitzenden Glaubenssätzen bestimmt.

Auch wenn sich das alles andere als nach Flexibilität anhört, sind entgegen der Erwartung die Rezeptoren der Zellmembranen flexibel und können ihre Sensibilität und Anpassbarkeit verändern.

Selbst wenn wir emotional feststecken, ist dennoch immer noch ein biochemisches Potenzial für Änderung und mögliches Wachstum vorhanden.

Wenn wir uns bewusst dazu entscheiden, unsere Gedanken bzw. unseren Glauben zu ändern, haben wir auch Einfluss auf die Biochemie.

Das verbessert die Empfangsbereitschaft für andere (sensorischen) Informationen, die bisher durch unsere Glaubenssätze blockiert waren.

Eine Veränderung des betreffenden Glaubenssatzes kann damit das Verhalten verändern.

 

Der Placebo und Nocebo-Effekt

 

 

Das Glauben oder Glaubenssätze konkrete biochemische Abläufe im Körper beeinflussen, löst bei dem einen oder anderen auf den ersten Blick vielleicht erst einmal “Eso-Tanten-Alarm” aus und damit die Befürchtung, dass er gleich einen besonderen Kristall kaufen muss, der von einer Jungfrau bei Vollmond in einem Schaltjahr zu einer ganz bestimmten Uhrzeit gefunden werden muss damit er wirkt.

So wie hier, wo du dir dein Karma “abziehen” lassen kannst:

 

 

Die Befürchtung ist aber unbegründet und könnte bereits als kognitive Dissonanz bezeichnet werden (dazu gleich mehr), denn der so genannten Placeboeffekt steht schon längst nicht mehr auf einem wackligen wissenschaftlichen Fundament.

Die medizinische Geschichte ist voll von Fällen, bei dem der Placebo bereits einen starken Effekt bei den unterschiedlichsten Erkrankungen hatte.

Es gab zum Beispiel einmal den Fall einer Frau, die unter starker Übelkeit litt und sich oft übergeben musste (nein, sie war nicht schwanger).

Die Untersuchung ihrer Magenkrämpfe konnte eine Störung bestätigen.

Ihre Klagen hatten damit ein berechtigtes Fundament im physischen (körperlichen) Bereich.

Sie bekam umgehend eine ganz neue, “magische” und extrem potente Medizin verschrieben.

Die Ärzte versicherten ihr, dass diese neue Wundermedizin die Übelkeit ohne Zweifel beseitigen würde.

Nur wenige Minuten nach der Einnahme war die Übelkeit verschwunden. Erneute Untersuchungen ihres Magens konnten keine weiteren Störungen feststellen.

Das besonders überraschende war aber, dass sie nicht einfach eine Zuckertablette erhielt, sondern Brechwurzelsirup.

Wie der Name bereits verrät ist das definitiv keine Substanz, die den Brechreiz unterbinden, sondern im Gegenteil zum Erbrechen führen soll.

Als ihr dieser Syrup durch eine für die Psyche empfundene Autoritätsperson (Stichwort: kognitive Verzerrung und Autoritätsgläubigkeit) mit einem weißen Kittel (Arzt) präsentiert wurde, die ihr zusätzlich noch eine Zusicherung gab, löste das in ihrem Gehirn eine Kette an selbstregulierenden biochemischen Reaktionen in ihrem gesamten Körper aus.

Eine zusätzliche Beobachtung dabei war, dass die Placeboreaktion davon abhing, welchen Stellenwert die Erkrankung für den Betroffenen hatte.

Andere Studien zum Einfluss von Placebo auf Übelkeit bestätigen diesen Fall.

Ein weiterer interessanter Bereich, in dem sich besonders gut der Effekt von Glauben auf den Körperfunktionen untersuchen lassen kann, sind gespaltene Persönlichkeiten.

Laut des Psychiaters Frank Putnam vom National Institute of Mental Health ergeben sich mit gespaltenen Persönlichkeiten besondere Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Psychosomatik.

Putnam ist leitender Forscher in diesem Bereich.

Gespaltene Persönlichkeiten seien besonders interessant, da der Körper konstant bleibt und nur die Persönlichkeiten wechseln.

Bei seiner Forschung stieß er bereits auf herausragende Fälle.

Laut dem in den neunziger Jahren im Kreuzfeuer stehenden Psychiater Dr. Bennett Braun vom Presbyterien-St. Luke’s Medical Center in Chicago, trugen manche Patienten mit gespaltener Persönlichkeit unterschiedliche Brillen.

Ihre Sehstärke änderte sich mit der jeweiligen Persönlichkeit die sie annahmen.

Er berichtete auch von Patienten, die in einer Persönlichkeit Farbenblind waren und in der anderen nicht.

Bei einer weiteren Patientin befand sich der Blutzuckerspiegel unter normalen Umständen in einem normalen gesunden Bereich.

Sobald sie jedoch ihre Persönlichkeit wechselte, wurde sie zu einer Diabetikerin mit allem was dazu gehörte: eine veränderte Physiologie und ein erhöhter Blutzuckerspiegel.

Eine Persönlichkeit ist nichts anderes als eine große Ansammlung an unterschiedlicher Glaubenssätzen, die mit einander meistens in Harmonie stehen.

Letztendlich ist selbst das, was du dein kleines “ich” nennst ein Konzept oder ein Glaubenssatz, der sich über viele Jahre seit der Kindheit verfestigt hat und als eigenständig existierende Einheit von deinem Bewusstsein wahrgenommen wird oder auf das sich dieses limitiert hat.

An dieser Stelle könnte ich jetzt weit ausholen und tief in den Bereich des Bewusstseins und die Hologramm/Simulationshypothese von zahlreichen Physikern einsteigen, die mittlerweile von einem Großteil als Modell für unsere Realität akzeptiert wird.

Dazu komme ich in weiteren Artikel noch einmal genauer.

Welchen Einfluss Glaubenssätze und in seiner gesteigerten Form unterschiedliche Persönlichkeiten auf die Körperfunktionen haben können, haben wir gerade bei dem kleinen Ausflug in die Welt der gespaltenen Persönlichkeiten gesehen.

Suggestionen und symbolische Nachrichten formen unsere Glaubenssätze und diese beeinflussen ebenso die Gesundheit des Körpers.

Diese Phänomene lassen sich auch außerhalb von mentalen Krankheiten wie gespaltenen Persönlichkeiten finden, wie beim Verschwinden von Warzen.

In diesem Bereich arbeiteten der Neurologe Robert Ornstein und der Allgemeinarzt David Sobel in ihrem Buch “The Healing Brain” heraus, dass das Gehirn beispielsweise im Falle des Veschwindens von Warzen Suggestionen (manchmal unterstützt durch Hypnose) in eine biochemische Kampfstrategie übersetzt und daraufhin die dafür geeigneten Immunzellen entsendet.

Diese greifen zum Beispiel kleine Tumore oder wichtige “Nachschublinien” von Nährstoffen zu den Warzen an, ohne die gesunden Nachbarzellen dabei zu berühren und zu schädigen.

Wie weit das mit der Beeinflussung der Biologie durch Glauben geht und uns Gene keineswegs deterministisch bestimmen, hat Dr. Lipton in diesem längeren Video spannend ausgeführt (ist mit deutscher Simultanübersetzung):

 

 

 

Nocebo oder warum du negative Glaubenssätze wirklich ernst nehmen solltest

 

Nocebos im Gegensatz zu Placebos sind negative, lebensbedrohende oder schwächende Glaubenssätze oder Glaubenssysteme.

Der Psychiater Arthur Barsky weiß genau, dass beispielsweise der Erfolg einer Therapie mit der Erwartung des Patienten steht und fällt, ob die dabei verwendeten Medikamente funktionieren oder viele Nebenwirkungen haben.

Penny Sarchet, eine speziell für ihre Arbeit zum Nocebo Effekt prämierte Wissenschaftsautorin unterstreicht die Aussage von Barsky.

Alleine die Warnung eines Arztes zu möglichen Nebenwirkungen eines Medikaments erhöht die Wahrscheinlichkeit für den Patienten an solchen zu erleiden.

Sachet schließt aus ihrer Arbeit, dass Angst oder ein tief eingesessener Pessimismus darüber, sich gesundheitlich nicht zu verbessern, der versteckte Feind der Gesundheit ist.

Nach ihrer Meinung sollte daher eine der häufigsten mentalen Krankheiten des 21. Jahrhundert wesentlich ernster genommen werden, und zwar Angst.

Nach der Faktenlage ist diese Schlussfolgerung naheliegend, schließlich beeinflusst diese auch die physische Gesundheit über kurz oder lang negativ.

Eine der treibenden Kräfte für den guten oder schlechten Zustand deiner Physiologie (Gesundheit) ist damit in deinem Geist zu suchen.

Wäre es daher nicht angebracht aufmerksamer zu sein, was da gerade vor sich geht bzw. es sogar besonders als entspannt produktiv sein wollender ortsunabhängiger Unternehmer geradezu riskant das nicht zu tun?

Viele Menschen stellen negativen Suggestionen gar nicht erst in Frage, die auf sie von außen einprasseln.

Sofern es nicht bewusst ist und sofort innerlich zurückgewiesen wird, nehmen sie sämtliche Informationen über Risiken, Symptome und andere Leiden unreflektiert und als selbstverständlich an und programmieren sich damit unbewusst selbst.

Das nennt sich auch Hypnose. Wer nicht an Hypnose glaubt, darf sich gerne hier und hier noch einen weiteren Artikel zu Gemüte führen.

 

 

Negative Glaubenssätze und seine Torwächter

Möglicherweise kannst du dir nach dem Abschnitt von zuvor vorstellen, welche Macht negative Glaubenssätze nicht nur einfach auf die Psyche haben können, sondern mindestens genauso auf deine Biologie.

Damit habe ich dir gleich den Grund mit geliefert, warum smartes Biohacking nicht ohne den Einbezug des Bewusstseins funktionieren kann.

Vielleicht kennst du ja einige von diesen 150 beliebten aber leider negativen Glaubenssätzen:

  • Das bin ich nicht wert.
  • Das passiert immer nur mir.
  • Es muss immer alles perfekt sein.
  • Ich nie gut genug.
  • Ohne Fleiß kein Preis.
  • Geld ist ein knappes Gut.
  • Ich kann daran eh nichts ändern.
  • Wenn es nass kalt wird, bin ich anfällig für Viren und Bakterien.

 

Eine ganz lange Liste mit 150 Glaubenssätzen findest du in diesem Artikel auf dem glücklichsein-Blog.

Da ortsunabhängige Unternehmer meist (noch) außerhalb gesellschaftlicher Normen bewegen, sind wir oft nicht nur mit den eigenen limitierenden Glaubenssätzen konfrontiert, sondern müssen uns auch mit jenen anderer Menschen herumschlagen.

Sebastian Kühn von Wirelesslife hat das in diesem Artikel und diesem Artikel einmal gut zum Ausdruck gebracht. Auch bei “citizencircle” wurde das Thema in diesem Gastartikel von Mischa bereits behandelt.

Manche limitierenden Glaubenssätze sind uns bewusst und einige müssen erst mit etwas zum Teil schmerzlicher Selbstergründung bewusst gemacht werden.

Wiederum andere sollen absichtlich unbewusst bleiben und erst gar nicht als solche erkannt werden, da sie manipulativen Zwecken dienen.

Letztere werden oft subtil “durch die Blumen” von uns als Autoritäten wahrgenommenen Institutionen verbreitet und am Leben gehalten. Sie gehören zu den “Torwächtern”.

Du glaubst nicht, wie viele unterschiedliche Glaubenssätze täglich durch die Informationsflut aus Gesellschaft und Medien auf uns einprasseln und uns verkauft werden sollen.

Je stärker dein Zugang zu deinem höheren Selbst und Unterbewusstsein wird, um so leichter wird es dir fallen, sie wahrzunehmen.

Es ist schon fast faszinierend wie subtil und raffiniert das zum Teil abläuft.

Zurück zu den Institutionen: Sie sind daran interessiert, sie am Leben zu erhalten, da ihnen ansonsten ihre Extistenzgrundlage entzogen würde.

Typische Torwächter sind zum Beispiel die Politik/ Regierungsinstitutionen, Medien und Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten.

Im Bereich des Bewusstseins oder höheren Bewusstseinsebenen kann die Kirche als “Torwächter” bezeichnet und als Verbreiter limitierender Glaubenssätze angesehen werden.

Schon viele Jahrhunderte stellte sie eine Barriere für den eigenständig spirituell Suchenden oder “Bewusstseinsforschenden” dar.

Diese Barriere lässt sich an diesem von ihr stark vertretenen limitierenden Glaubenssatz erkennen:

“Es kann keinen direkten Zugang zu “Gott”, höheren Bewusstseinsebenen oder dem “Selbst” geben, da dies nur mit einem Moderator oder “Zwischenhändler” möglich ist. Alles andere ist “ungültig” und “Luzifer” zuzuschreiben”.

Das steht im krassen Gegensatz zu dem positiven Glaubenssatz, dass der direkte Zugang für jeden zu jederzeit möglich ist.

Diese Gegensätze zu den geschützten Glaubenssätzen finden sich nicht nur im Christentum.

Im Islam sind es die sich drehenden Sufis, die den fundamentalistischen Imanen gegenüberstehen. In China sind es die Konfuzianer, die den Taoisten gegenüberstehen.

Überall ist es aber so, dass eine kleine Untergruppe eine Möglichkeit findet, ohne den “Zwischenhändler” der jeweiligen Institution einen direkten Zugang zu höherem Bewusstsein (“Gott”) herzustellen, weil sie den limitierenden Glaubenssatz abgelegt haben.

Solch spirituelle Instutionen und “Torwächter” sind die Ursache dafür, dass trotz vieler Jahrtausende an ausgedehnten Experimenten und praktischer Erfahrung im Bewusstseinsbereich, die Einblicke und das Wissen von Mystikern kaum überleben konnten.

Ihre Ansichten und Botschafen wurden in’s Lächerliche gezogen und ihre Motive schlecht gemacht (wenn es gut lief und sie nicht verbrannt wurden oder so ähnlich).

 

 

 

Lassen sich Glaubenssätze “hacken”?

 

 

Jetzt möchtest du sicherlich wissen, wie du diese Informationen über Glaubenssätze für dich verwerten kannst.

Nach meinen Ausführungen sollte bekannt sein, dass limitierende oder negative Glaubenssätze bestimmen wie du deine Realität wahrnimmst und sich im Endeffekt negativ auf deine geistige und körperliche Gesundheit und damit auch auf die Produktivität in deinem Business auswirken können.

Was machen wir damit?

Ich würde dir gerne eine Pille geben können oder eine App, die an dein Hirn angeschlossen ist und du in wenigen Sekunden einen alten limitierenden Glaubenssatz mit einem neuen ersetzen könntest.

Ganz soweit ist es noch nicht, aber es gibt viele unterschiedlich effektive Methoden.

Es gibt die weniger effektive Methode über den Verstand (Tagesbewusstsein), und es gibt die effektiveren Methoden über dein Unterbewusstsein, in dem du dein Gehirn in den Teta-Wellenbereich bringst (dort wo sich auch ein Kind zwischen 1-6 Jahren befindet, das sich von seiner Umgebung “programmieren” lässt)

Möglicherweise entwickele ich dazu künftig auch noch eine ausgedehntere und effektivere Methode (falls dich das interessiert, lass es mich wissen).

 

 

Eine Methode, um mit deinem Verstand (Tagesbewusstsein) Glaubenssätze aufzulösen

 

Zum Abschluss dieses mittlerweile lang gewordenen Artikels stelle ich dir eine Methode vor, um mit deinem Verstand und passenden Fragen erkannte Glaubenssätze aufzulösen.

Auf MyMonk gab es hierzu bereits diesen interessanten Artikel. Mit der gleich folgenden Anleitung möchte ich ihn ein wenig ergänzen.

Picken wir uns als konkretes Beispiel von oben den Glaubenssatz “Ohne Fleiß kein Preis” heraus.

Üblicherweise liest und hört man an dieser Stelle meist, dass man nur diesen Glaubenssatz verändern und mit einem neuen durch Auto-Suggestion ersetzen musst.

Das Problem ist hierbei die kognitive Dissonanz, die dir weiter oben schon einmal begegnet ist.

Hier ein lustiges Beispiel dazu aus der Serie “Friends”:

 

 

Und hier ein dramatischeres Beispiel aus Matrix Teil I:

 

 

In dem du lediglich den Versuch unternimmst einen noch nicht “aufgelösten” Glaubenssatz mit einem anderen über Autosuggestion im Tagesbewusstsein zu ersetzen, schaffst du einen inneren Konflikt.

Statt einem Glaubenssatz hast du nun einen Glaubenssatz, der versucht sich so wie es sich für ihn gehört gegen den neuen Glaubenssatz zu wehren.

Sofern der neue Glaubenssatz nicht über den Teta-Wellenbereich eingebaut wird, wird dieser Versuch der Auto-Suggestion auch scheitern.

Es ist, wie wenn du mit einem anderen Menschen eine Debatte führst und glaubst, die Diskussion und sachlichen Argumente würden den anderen überzeugen.

Das gelingt nur in den seltensten Fällen, wenn seine Glaubenssätze schon etwas angefangen haben zu bröckeln.

Solange wir nicht ausreichend Referenzen für den neuen Glaubenssatz aufgebaut haben wird unser Geist dem neuen Glaubenssatz widerstehen und alles daran setzen, den neuen Glaubenssatz zu widerlegen.

Was meine ich damit? Ein Beispiel:

Du glaubst nicht, dass du auch mit einer Zwanzig-Stundenwoche produktiv oder sogar produktiver sein kannst als mit einer Vierzig-Stundenwoche, solange du nicht einmal richtig produktiv 20 Stunden pro Woche gearbeitet hast und das mit deiner früheren Vierzig-Stundenwoche verglichen hast.

Du wirst aber keine produktivere Zwanzig-Stundenwoche haben, wenn du nicht glaubst, dass das geht.

Sieht wie eine Endlosschleife aus, ist es auch 😉

 

Schritt 1 – Sich die externen Suggestionen bewusst machen

Hierbei geht es darum herauszufinden, was du für dich als wahr ansiehst.

Wie bereits am Anfang im Abschnitt zur Biochemie des Glaubens erwähnt, geschieht das über wiederholte Suggestionen besonders während der Kindheit.

Die Suggestionen von der äußeren Umgebung (zum Beispiel der Eltern) werden meist von einem Ereignis ausgelöst.

Du warst als Kind vielleicht mit den Eltern in einem Spielzeugladen, konntest noch keine Preisschilder lesen und wolltest ein besonders großes Plüschtier einer bekannten Marke.

Du wolltest dieses Plüschtier zum Teufel komm raus. Das hast du deinen Eltern unmissverständlich auf die Art wie es Kinder tun mitgeteilt.

Daraufhin kam aber die Antwort: “Nein. Das ist viel zu teuer, dafür muss eine alte Frau lange für stricken.” Danach wurde noch mehr oder weniger “ohne Fleiß kein Preis” hinterher gemurmelt.

Ein paar Jahre später, das Kind ist ein bisschen größer und macht bei einem Tennis-Turnier mit (sein verstecktes Talent liegt aber eher beim Schachspielen).

Es war noch nie gut im Tennis spielen und brauchte immer etwas länger als andere beim Erlernen der unterschiedlichen Techniken.

Beim Turnier schneidet es entsprechend schlecht ab und beklagt sich ein bisschen danach bei den Eltern, dass das ja alles so schwer ist.

Die Antwort der Eltern, die es auch nicht besser wissen, da sie die gleiche Programmierung von der Vorgängergeneration mitbekommen haben:

“Ja, mein Lieber, so ist das eben, da muss man viel trainieren…ohne Fleiß kein Preis.”

Das waren nicht die besten Beispiele, aber sie zeigen deutlich, dass eine Suggestion von außen nicht aus dem nichts kommt, sondern dieser oft auch einem Ereignis vorausgeht.

Dieses Ereignis macht eine Erklärung nötig, wofür der Glaubenssatz in diesem Fall dem empfänglichen und hypnotischen” Kind eingepflanzt wird.

Dabei ist egal, ob die Erklärung auf komplett falschen Annahmen beruht.

Das besonders perfide an diesem System ist, dass sofern die Mutter oder der Vater nicht seine Glaubenssätze bereits selbst aufgelöst hat, es sich meist ebenfalls um die Glaubenssätze ihrer Eltern (die Großeltern des Kindes) handelt.

Sie werden somit von Generation zu Generation weitergereicht (vererbt).

 

Hilfreiche Fragen zu diesem Schritt:

  • Welche Probleme und Hindernisse habe ich und/oder wiederholen sich in meinem Leben? In welchen Bereichen und für welche Ziele muss ich besonders viel und hart kämpfen, es geht aber nicht wirklich vorwärts?
  • Welche negativen Emotionen wiederholen sich in meinem Leben und durch welchen Glaubenssätze könnten sie ausgelöst werden?
  • Von wem kamen die Glaubenssätze? Welche Ereignisse und Gründe aus der Vergangenheit könnte es geben, dass sie mir suggeriert wurden?

 

Schritt 2 – Einen Stresstest mit dem Glaubenssatz machen

In diesem Schritt nimmst du den gefunden Glaubenssatz komplett auseinander und machst einen Stresstest mit ihm.

Dazu schaust du, ob er mehreren harten Fragen standhält.

 

Frage 1: Vor was soll mich der Glaubenssatz schützen? Beispielsweise der Glaubenssatz “ohne Fleiß kein Preis” könnte dafür eingepflanzt worden sein, um dich daran zu erinnern, dass man für Geld arbeiten muss.

Keiner hat aber gesagt, dass man dafür immer hart arbeiten muss. Man kann auch smart arbeiten.

Frage 2: Was ist die Annahme hinter dem Glaubenssatz? Ist diese Annahme wahr? Kann ich in der Gegenwart oder Vergangenheit Beispiele finden, die das Gegenteil beweisen? 

In unserem Beispiel könnte hier jemand gefunden werden, der tatsächlich nahezu 100% in seiner Arbeit aufgeht und sie nicht als Arbeit wahrnimmt, da Fähigkeiten, Interessen und Bedarf perfekt miteinander harmonieren.

Unter ortsunabhängigen Unternehmern soll es von dieser Sorte Mensch einige geben, habe ich mir sagen lassen 😉

Frage 3: Was wären die Folgen, wenn du weiterhin an dem Glaubenssatz festhalten würdest?

Da ohne Fleiß kein Preis im Sinne von “Arbeite im Schweiße deines Angesichts” verstanden wird, kommt der Betroffene nicht über schlecht bezahlte Arbeit hinaus, die ihm keinen Spaß macht oder für die er kein Interesse hat.

Etwas anderes wird er kaum wahrnehmen und durch seinen Glaubenssatz-Filter lassen.

Frage 4: Lassen sich in der Vergangenheit oder Gegenwart Beispiele für das Gegenteil des Glaubenssatzes finden? Kann ich Menschen aus der Vergangenheit finden, die ihren Preis anders (evtl. mühelos) als mit viel Fleiß bekamen? Welche anderen Faktoren außer Fleiß könnte es für das bekommen des “Preises” geben?

Frage 5: Was bedeuten einzelne Teile des Glaubenssatzes für mich? Was bedeutet damit konkret “Fleiß” und “Preis”?

 

Fazit:

Auch wenn der Artikel für diesen Blog überdurchschnittlich lange war, habe ich bei dem Thema Glaubenssätze, Biologie und Realität, wie sie sich bedingen können und wie du das für dich konkret nutzen kannst nur an der Oberfläche gekratzt.

Ich hoffe, ich konnte dich damit ein wenig inspirieren und zum Nachdenken anregen.

Limitierende Glaubenssätze zu finden ist eigentlich nicht schwierig.

Denn dein und mein Leben ist bis zur Gegenwart ein Abbild deines Unterbewusstseins.

Auch wenn unser Verstand des Tagesbewusstseins es nicht gerne wahr haben will, jedoch das Unterbewusstsein ist für 95% unserer Entscheidungen verantwortlich.

Es wird also Zeit, es kennen zu lernen, vor allem wenn es damit Business-Entscheidungen trifft und Einfluss auf deine Körperfunktionen hat.

Sämtlichen Dinge, die dir leicht und unbeschwerlich zufliegen sind der Ausdruck davon, dass sich in deinem Unterbewusstsein ein “Programm” befindet, dass es diesen Dingen erlaubt in dein Leben zu treten.

Jedoch überall in deinem Leben, wo du dich für Dinge, die du wirklich möchtest abkämpfen musst, ist ein Hinweis auf ein “Programm” in deinem Unterbewusstsein, dass das nicht zulässt.

Bei welchen Dingen musst du wiederholt kämpfen im Leben?

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