Was wäre wenn du vor lauter Zeitmanagement gar keine Zeit mehr hättest, um dich um die wichtigen Dinge zu kümmern.

Klingt ironisch und ist es auch.

Bücher, Kurse und Seminare zu Zeitmanagement gibt es wie Sand am Meer und die Suche nach den Goldstücken in diesen Informationen ist oftmals mühsam.

Ich selbst bin ein kleiner “Produktivitäts-Nerd” und beschäftige mich schon seit Beginn meiner Selbstständigkeit vor über 10 Jahren mit den unterschiedlichsten Produktivitäts-Methoden, habe zig Bücher dazu gelesen (unter anderem das dir vielleicht bekannte Getting Things Done von David Allen) und die unterschiedlichsten Methoden im Alltag getestet.

Dabei habe ich mit der Zeit festgestellt, dass Zeitmanagement und damit sämtliche Literatur und anderweitige Theorien dazu ein grundlegendes Problem haben.

Manche Werke behandeln es ein wenig am Rande, die meisten jedoch übersehen es. Ich werde gleich konkreter.

Menschen gibt es schon seit vielen, vielen, vielen tausenden von Jahren, allerdings leben sie erst seit ca. 175 Jahren nach der Uhr.

Von einer evolutionären Anpassung des komplexen Systems Mensch an diese Situation können wir somit noch nicht ausgehen.

Die Situation stellt sich ähnlich bei der Ernährung dar (Stichwort: raffinierte Kolenhydrate). Das weiter auszuführen würde aber am heutigen Thema vorbeigehen.

Wie Zeitmanagement im Verhältnis zu Produktivität steht und wie schnell über die Mathematik erkannt werden kann, dass der Faktor “Zeit” nur ein Teilaspekt ist, erfährst du gleich über die Physik.

Keine Angst, ich werde nicht mit fiesen Formeln um mich schmeißen und es dir so einfach wie möglich erklären.

 

Produktivität in der Physik und seine 3 wichtigsten Faktoren für den Menschen

 

Formel 1:

 

Produktivität =     Ergebnis          
                           Leistung x Zeit

Die Variable “Ergebnis” kannst du getrost als das verstehen, was sie ist. Das Ergebnis, dass du zum Beispiel im Business erbringen möchtest oder musst (z.B. abgeschlossene Projekte, Aufgaben, etc.).

 

Formel 2:

 

Leistung =   Energie    
                      Zeit

In die Formel 1 setzen wir jetzt einfach für die Variable “Leistung” die Formel 2 ein, in der Leistung genauer definiert wird.

Lustigerweise fällt bei diesem Einsatz die Variable Zeit weg (kann gekürzt werden).

Gleich wirst du sehen können, warum das besonders für BIO-Flow Management spricht und weniger für Zeitmanagement.

 

Am Ende kommt dann diese zusammengefasste Formel 3 (ohne die Variable Zeit) heraus:

Produktivität =     Ergebnis   
                              Energie

Wie du sehen kannst, bekommt damit deine Energie ein wesentlich höheres Gewicht als die Zeit (letztere konnte sogar weggekürzt werden).

Gehen wir wieder etwas von der Physik weg, hin zum Menschen.

Durch die Herleitung von weiter oben über die Mathematik können wir nicht gleich behaupten, dass Zeit gar keine Rolle mehr spielt.

Doch sie bestätigt, dass deiner Energie bei der Produktivität eine mindestens genauso wichtige wenn nicht noch wichtigere Rolle zufällt wie der richtigen Verwendung deiner verfügbaren Zeit.

Sich nach Uhrzeiten zu richten ist nach wie vor wichtig, aber nicht mehr in der Art wie zur Zeiten der Industrialisierung.

Als die 3. Komponente ist noch die Aufmerksamkeit zu nennen, deren Intensität von deinem Bewusstseinszustand abhängig ist und im Nachhinein durch Bewusstseinserweiterung verstärkt werden kann.

Das Management deiner Zeit ist damit nur ein Teilaspekt.

Die Konzentration ausschließlich auf sie (wie so oft beim klassischen Zeitmanagement geschieht) würde die zwei weiteren besonders wichtigen Komponenten wie deine Aufmerksamkeit und deine Energie außen vor lassen.

 

Die menschliche Formel für Produktivität wäre somit diese:

Produktivität = Zeit x Aufmerksamkeit x Energie.

Du kannst so viel Zeit haben wie du möchtest, ganz viele Überstunden machen und dich “busy” fühlen.

Doch wenn du dich nicht gut konzentrieren kannst und zum Beispiel durch zu wenig und schlechten Schlaf und/oder schlechte Ernährung kaum Energie hast, sähe es mit der Produktivität nicht sonderlich dolle aus.

Im gleich folgenden Fall zum Beispiel so:

Produktivität= Zeit (12 Stunden) x Aufmerksamkeit (2) x Energie (2) = 48

 

Randnotiz zu den Skalen für “Aufmerksamkeit” und “Energie”:

  • 0 entspricht “nicht vorhanden”
  • 10 entspricht maximal erreichbarer Wert

 

Um den Faktor Aufmerksamkeit und Energie positiv zu beeinflussen, kommen neben anderen Möglichkeiten aus den Bereichen des Biohackings wie zum Beispiel die richtige Ernährung der Zugang zu höherem Bewusstsein und die Rücksichtnahme auf den eigenen Chronotypen (Stichwort: Biorhythmus und C-Flow) mit in’s Spiel.

Daher stammt auch meine Namensgebung des “BIO-Flow Managements” anstatt “Zeitmanagement”.

Dadurch möchte ich herauszustellen, dass Zeitmanagement nur ein Teilaspekt der Produktivitätssteigerung ist.

Wie das ganze funktioniert und auf deinen persönlichen Alltag angwendet werden kann, bringt dir mein E-Mail Beratungspaket “Entspannt produktiver” bei.

Wenn jemand seinen individuellen Chronotypen kennt und weiß, zu welcher Tageszeit er welche Aufgaben am konzentriertesten erledigen kann, könnte er den Menschen von weiter oben mit einem hohen Zeitaufwand von 12 Stunden in der Produktivität ganz leicht mit nur einem Bruchteil der Zeit übertreffen.

Die Formel für diesen Menschen könnte so aussehen:

Produktivität = Zeit (4 Stunden) x Aufmerksamkeit (8) x Energie (8) = 256

 

 

Fazit

Für eine erhöhte Produktivität ist Zeitmanagement nicht die Hauptkomponente.

Zeitmanagement alleine funktioniert auf dauer nicht, wenn nicht auch Energie- und Aufmerksamkeitsmanagement mit einbezogen wird.

Alle 3 zusammen bilden das “Bio-Flow Management”.

In der heutige Zeit, in der es nicht mehr darauf ankommt, wie viel du produzierst, sondern was du erledigst, macht eine “9 to 5” Arbeitswoche genauso viel Sinn wie die Zeitverfolgung eines Bauern auf dem Felde oder eines Künstlers beim Erschaffen eines neuen Gemäldes.

Zeitmanagement ist zwar nach wie vor wichtig, da wir nicht in “Narnia” leben, aber eben nur noch als Teilkomponente, neben Aufmerksamkeit und Energie.

 

 

 

 

 

Habe Mut zu deinem eigene Raum. Er ist größer und weiter als du denkst!

Tobias

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